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Unternehmer aus Bad Neustadt bietet Mitarbeitern Schnelltests an

Um weder Kunden noch Kollegen anstecken zu können, müssen die 30 Mitarbeiter von "Günther Fachhandel" in Bad Neustadt vor Arbeitsbeginn einen Corona-Schnelltest machen. Unternehmer Stefan Günther hat die Tests eingeführt und finanziert sie auch.

Corona-Schnelltests könnten während der Corona-Pandemie mehr Sicherheit in die Betriebe bringen. Dieser Ansicht ist auch Unternehmer Stefan Günther aus Bad Neustadt. Deshalb stellt er seinen Mitarbeitern kostenlose Schnelltests zur Verfügung. Bevor sie sich auf den Weg in die Firma oder zu Kunden machen, müssen Günthers Mitarbeiter zunächst einen Schnelltest machen. Erst dann können sie mit der Arbeit beginnen. Bei den 30 Mitarbeitern im Innen- und Außendienst hat sich das Testritual längst eingespielt: Wattestäbchen in die Nase, dann wird es in eine Lösung gelegt und nach zehn Minuten steht das Ergebnis fest.

Tests sorgen für Gefühl der Sicherheit

Die zehn Minuten Wartezeit auf das Ergebnis sei aber längst nicht mehr mit Hoffen und Bangen verbunden, sagt eine Mitarbeiterin: "Es ist gar kein merkwürdiges Gefühl, es ist eher das Gefühl von Sicherheit." Ein Strich heißt: negativ. Zwei Striche würden bedeuten: positiv. Bislang ist das bei keinem Mitarbeiter vorgekommen.

Eigenverantwortung der Mitarbeiter gefragt

Das Unternehmen "Günther Fachhandel" in Bad Neustadt arbeitet in den Bereichen Arbeitsschutz, Betriebseinrichtungen und Elektrowerkzeuge. Die Firma besteht seit 1937 und ihr Chef Stefan Günther leitet sie in dritter Generation. Um die Gesundheit aller im Unternehmen und damit auch ihre Handlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten, erwartet er nun von all seinen Mitarbeitern einen hohen Grad an Eigenverantwortung: Würde bei einem Mitarbeiter der Test am Morgen ein positives Ergebnis zeigen, dann erwartet das Unternehmen, dass der Mitarbeiter das meldet und sich einem PCR-Test unterzieht.

Schnelltest soll auch die Corona-Mutanten aufspüren

Egal ob die britische, die brasilianische oder die südafrikanische Mutante: Mit dem Schnelltest sollen alle bislang bekannte Virus-Varianten anschlagen, sagt Stefan Günther: "Ganz klar: Diese Schnelltests haben nicht ganz die Wirkung der PCR-Tests, das ist bekannt, da muss man auch ganz offen mit umgehen, aber trotzdem bekommen wir darüber ein ganz anderes Bild, um für uns die Sicherheit zu optimieren."

Unternehmer scheut die Kosten nicht

Jede Woche nimmt Stefan Günther zwischen 600 und 750 Euro für die Schnelltests für seine Mitarbeiter in die Hand. Viel Geld, denn auch sein Unternehmen hatte im letzten Jahr im Vergleich zu 2019 Umsatzverluste zu beklagen. "Das ist es mir in dieser Übergangsphase aber wert, dafür ein gutes Gefühl und eine maximale Sicherheit zu bekommen", sagt Stefan Günther wörtlich. Eine Mitarbeiterin sagt: "Ich hoffe, dass wir damit ein Stück weit zur Normalität zurückkehren können."